Warum wir Mulhoe im Tontopf servieren
Rund um Mulhoe · Sokcho Hangari Mulhoe

In unserem Namen steckt das Wort „Hangari“ – so heißt der traditionelle koreanische Tontopf. Das ist keine Dekoration. Ihr Mulhoe – die eiskalte, süß-säuerliche, leicht scharfe Suppe mit rohem Fisch – kommt bei uns tatsächlich in einem solchen Topf an den Tisch.
Gäste, die zum ersten Mal da sind, reagieren fast immer gleich, wenn er vor ihnen steht. „Moment – was ist das denn?“ Und dann werden erst einmal die Handys gezückt. Aber wir verwenden diese Töpfe nicht, weil sie gut auf Fotos aussehen. Es gibt einen handfesten Grund.
Die Temperatur ist alles
Mulhoe schmeckt am besten, wenn es richtig kalt ist. Wer es je gegessen hat, weiß das. Dieser erste, fast schockierend kühle Löffel ist die halbe Miete.
Das Problem: Eine gewöhnliche Schüssel kann diese Kälte nicht halten.
Servieren Sie Mulhoe im Hochsommer in einer dünnwandigen Schüssel, wird es nach etwa zehn Minuten lauwarm. Das Scherbeneis ist längst geschmolzen und die Frische dahin. Bis die Nudeln hineinkommen, essen Sie bereits ein anderes Gericht.
Deshalb der Tontopf.
Dicke Keramikwände speichern Kälte wie eine Thermoskanne. Wir kühlen die Töpfe vor, gießen die Brühe mit Scherbeneis hinein – und der Topf hält die Kälte fest.
So bleibt es vom rohen Fisch über die Nudeln bis zum Reis, den Sie ganz am Ende einrühren, so kalt wie beim ersten Bissen. Auch die koreanischen Fernsehteams, die bei uns drehen, kommen am Topf nie vorbei.
Schwer, aber nicht verhandelbar
Ganz ehrlich: Diese Töpfe sind unpraktisch. Sie sind viel schwerer als normale Schüsseln, mühsamer zu spülen, und wenn sie herunterfallen, zerbrechen sie. Für die Handgelenke unseres Teams sind sie eine Belastung.
Wir behalten sie trotzdem. Ohne sie wäre es nicht mehr unser Mulhoe. Die Mühe nehmen wir in Kauf – für den Moment, in dem ein Gast beim letzten Löffel sagt: „Immer noch kalt!“
Eine über Jahre verfeinerte Brühe
Die Hälfte des Mulhoe ist die Brühe. Die andere Hälfte sind die Meeresfrüchte. Der beste Fisch nützt nichts, wenn die Brühe nicht stimmt.
Drei Grundsätze halten wir ein.
Erstens: die Zutaten nie überdecken. Eine zu dominante Würze löscht den Geschmack des Fischs aus – dann könnte man sich teuren Wildfang gleich sparen. Die süß-säuerlichen Noten führen, treten dann aber zurück, damit die natürliche Süße und die Textur der Zutaten nach vorn kommen.
Zweitens: sauber ausklingen. Die Brühe darf nicht schwer im Mund liegen oder durstig machen. Nur ein klarer Abgang bringt Gäste dazu, zu sagen: „Ich habe alles ausgetrunken.“
Drittens: scharf, aber nicht gnadenlos. Unser Mulhoe ist eher scharf. Ein mildes Gericht ist es nicht. Es brennt aber nicht auf der Zunge – wenn Sie nicht ausgesprochen empfindlich auf Chili reagieren, kommen Sie gut zurecht. Diese Linie zu halten ist kniffliger, als es klingt.
Diese Balance zu finden hat Jahre gedauert. Und wir justieren bis heute nach – je nach Saison und Zustand des Fangs.
Warum wir auf Wildfang bestehen
Unsere Seegurken und Abalonen sind wild gefangen.
Der Kostenunterschied ist erheblich. Zuchtware wäre einfacher und einträglicher. Wir nehmen Wildfang, weil man den Unterschied schmeckt.
Wilde Seegurke hat einen deutlich festeren, knackigeren Biss. Sie behält ihre Spannkraft und behauptet sich in der Schüssel.
Wilde Abalone wird beim Kauen immer süßer. Nie zäh – angenehm bissfest, mit einem feinen Meeresaroma darin.
Unser Signaturgericht, das Mulhoe mit Seegurke und Abalone, war schon in der Abendsendung von KBS 2TV zu sehen. Es ist das Gericht, das wir mit der größten Überzeugung empfehlen.
Wenn die Qualität nicht stimmt, sagen wir es
Zutaten wie Tintenfisch, deren Fangmengen stark schwanken, erzwingen wir nicht. Schießen die Preise in die Höhe, rechnen wir ehrlich zum Tagespreis ab – und an Tagen, an denen die Ware nichts taugt, verkaufen wir schlicht keinen.
Gäste fragen dann manchmal nach dem Warum. Das hören wir durchaus öfter. Wir finden trotzdem: besser so, als etwas Mittelmäßiges zu servieren. Und wir wollen die Fischerfreunde, die ihn anlanden, nicht blamieren.
Die Zusammensetzung wechselt mit der Saison
Eines sollten Sie vorab wissen. Fisch und Meeresfrüchte in unserem Mulhoe ändern sich im Lauf des Jahres.
Wir verwenden, was gerade am besten ist – und während der gesetzlichen Schonzeiten in Korea sind bestimmte Arten für uns schlicht nicht zu bekommen.
Betrachten Sie die Fotos auf dieser Seite und auf der Karte deshalb bitte als Beispiele. Dasselbe Gericht kann im Frühjahr etwas anders zusammengesetzt sein als im Herbst. Wann immer Sie kommen, füllen wir es mit dem Besten des Moments. So arbeiten wir.
Gute Zutaten, Sauberkeit, Freundlichkeit
Eine große Philosophie haben wir nicht. Diese drei Dinge sind alles, woran wir uns halten wollen.
Gute Zutaten verwenden, sauber arbeiten, Menschen freundlich begegnen. Klingt selbstverständlich – es jeden einzelnen Tag durchzuhalten ist schwerer, als man denkt.
Kommen Sie an den Strand von Sokcho und probieren Sie echtes Sokcho-Mulhoe aus dem Tontopf. Steigen Sie danach hinauf zur Aussichtsterrasse „Sky Stairs“ im obersten Stock, für ein Foto vom Meer.
Speisekarte · Anfahrt und Parken · FAQ
Neu beim Mulhoe? Lesen Sie am besten zuerst, in welcher Reihenfolge man es isst.
Direkt am Strand von Sokcho · 3 Gehminuten vom Express-Busterminal · großer kostenloser Parkplatz
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