Mulhoe richtig essen – der Guide für Einsteiger
Rund um Mulhoe · Sokcho Hangari Mulhoe

Wenn Sie zum ersten Mal Mulhoe bestellen – eine eiskalte, süß-säuerliche, leicht scharfe Suppe mit rohem Fisch –, kommt ein Tontopf voll rohem Fisch an den Tisch, dazu dünne Nudeln und eine Schale Reis.
Die meisten machen dann dasselbe Gesicht. „Und das esse ich jetzt … wie?“
Keine Sorge, so geht es allen am Anfang. Die eine richtige Methode gibt es nicht, aber die Einheimischen in Sokcho folgen einer bestimmten Reihenfolge. Halten Sie sich daran, und es schmeckt spürbar besser.
Schritt 1 – Erst den Fisch pur probieren
Das ist der Schritt, den die meisten auslassen.
Bevor Sie die Brühe angießen, essen Sie ein paar Stücke Fisch pur. Es ist Ihre einzige Gelegenheit, die Zutaten zu schmecken, bevor die Würze alles übernimmt.
Der bissfeste Kern der Abalone, das Knackige der Seegurke, die feine Süße des weißen Fischs – nie sind sie klarer als jetzt. Gießen Sie sofort die Brühe an, und Sie werden nie erfahren, wie der Fang des Tages wirklich geschmeckt hat.
Genau hier zeigt sich, warum wir auf wild gefangenen Meeresfrüchten bestehen. Der Unterschied zwischen Zucht und Wildfang ist ganz ohne Sauce am deutlichsten.
Tipp – Lassen Sie bei diesen ersten Bissen die Dip-Sauce weg. So schmecken Sie die natürliche Süße der Zutaten.
Schritt 2 – Brühe angießen und behutsam mischen
Jetzt kommt die Brühe mit dem Scherbeneis dazu.
Kippen Sie sie nicht auf einmal hinein. Gießen Sie langsam und rundherum, dann bleiben die Zutaten an ihrem Platz und werden gleichmäßig benetzt.
Dann mischen Sie alles, damit sich Fisch, Gemüse und Würze verbinden. Zu kräftig gerührt, zerfällt der Fisch – denken Sie eher an behutsames Wenden als an Rühren.
Nehmen Sie zuerst einen Löffel Brühe. Dieser erste Schluck ist der Höhepunkt des Mulhoe.
Süß, säuerlich und eiskalt die Kehle hinunter – das ist der Moment, in dem Sie verstehen, worum es bei diesem Gericht geht. Kosten Sie jetzt genau hin, denn sobald Nudeln und Reis dazukommen, verändert sich der Geschmack.
Schritt 3 – Zur Halbzeit die Nudeln
Geben Sie die dünnen Nudeln hinein, wenn Sie einen guten Teil des Fischs gegessen haben.
Nicht gleich am Anfang. Sonst saugen die Nudeln die Brühe auf und quellen, und am Ende bleibt nichts mehr übrig, um den Reis einzurühren. Etwa nach der Hälfte des Fischs ist der ideale Zeitpunkt.
Nudeln voller eiskalter Brühe sind ein ganz eigenes Vergnügen, anders als jedes andere kalte Nudelgericht. Sie sind so dünn, dass der Geschmack der Brühe direkt durchkommt.
Tipp – Geben Sie zunächst nur die Hälfte der Nudeln hinein. Den Rest heben Sie sich für kurz vor dem Reis auf – so bleiben beide Portionen schön bissfest.
Schritt 4 – Zum Schluss der Reis
Rühren Sie den Reis in die restliche Brühe ein.
Die Einheimischen nennen das „die Vollendung des Mulhoe“. Die herzhafte Tiefe, die die Meeresfrüchte an die Brühe abgegeben haben, zieht in jedes Reiskorn – und Sie stehen richtig satt vom Tisch auf.
Brühe für diesen letzten Schritt aufzuheben ist der ganze Trick – deshalb raten wir Ihnen ja, sie vorher nicht komplett auszutrinken.
Und genau hier verdient sich unser Tontopf seinen Platz. Eine gewöhnliche Schüssel wäre jetzt längst lauwarm; die dicke Keramik hält auch den letzten Löffel Reis noch kalt.
Jeder hat seine eigene Methode
Wie gesagt: Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Beobachten Sie unsere Stammgäste, und Sie sehen es:
- Die Brühen-Fraktion – trinkt früh viel Brühe, nimmt kaum Reis. Hauptsache eiskalt.
- Die Fisch-Fraktion – gießt nur wenig Brühe an, isst den Fisch fast wie einen Salat und füllt später nach.
- Die Alles-auf-einmal-Fraktion – alles hinein und mischen. Ehrlich gesagt: auch völlig in Ordnung.
- Die Ohne-Nudeln-Fraktion – viele Gäste gehen direkt zum Reis über.
Essen Sie, wie es Ihnen passt. Nur Schritt 1 – den Fisch zuerst pur probieren – sollten Sie unbedingt mitnehmen. Wer den beherzigt, hat schon halb gewonnen.
Häufige Fragen
Ist es scharf?
Unser Mulhoe ist eher scharf. Ein mildes Gericht ist es nicht. Es brennt aber nicht auf der Zunge – wenn Sie nicht ausgesprochen empfindlich auf Chili reagieren, kommen Sie gut zurecht.
Stellen Sie es sich so vor: Erst kommt das Süß-Säuerliche, dann schiebt sich sanft eine Schärfe hinterher. Wenn Sie Schärfe lieber ganz meiden, finden Sie auf unserer Speisekarte auch Abalone-Reisbrei und Seeigel-Algensuppe.
Können Kinder es essen?
Für kleine Kinder empfehlen wir Mulhoe wegen der Schärfe nicht. Dafür gibt es einen eigenen Abalone-Reisbrei für Kinder (8.000 Won), nur ganz mild gewürzt.
Nicht scharf sind außerdem Abalone-Reisbrei, Seeigel-Algensuppe, Bibimbap (gemischte Reisschale) mit Schneekrabbenfleisch und Ojingeo-Sundae (gefüllter Tintenfisch). Achten Sie auf der Karte auf das Symbol „für Kinder empfohlen“. Mehr dazu in Sokcho mit Kindern und in unseren FAQ.
Gibt es Mulhoe auch im Winter?
Ja – Mulhoe ist ein Ganzjahresgericht. Viele Stammgäste schwören sogar darauf, dass Winter-Mulhoe im gut geheizten Raum die beste Version überhaupt ist. Im Winter setzt der Fisch zudem mehr Fett an, was dem Geschmack guttut.
Ich tue mich schwer mit rohem Fisch. Geht das trotzdem?
Die Brühe überdeckt genau das, womit viele bei rohem Fisch Mühe haben – Gäste, die ihn sonst meiden, kommen hier oft erstaunlich gut zurecht. Wenn Sie sich lieber herantasten möchten, beginnen Sie mit dem Bibimbap mit Schneekrabbenfleisch oder dem Hoedeopbap (Reisschale mit rohem Fisch).
Darf ich die Brühe komplett austrinken?
Unbedingt – genau so gehört es sich. Unsere Brühe ist so gemacht, dass sie sauber ausklingt und nie schwer wird. „Ich habe alles ausgetrunken“ zu hören ist im Grunde unser Ziel.
Gibt es das auch zum Mitnehmen?
Ja. Wir verpacken Fisch, Gemüse und Brühe getrennt, damit Sie alles zu Hause zusammengießen können und der Geschmack erhalten bleibt. Letzte Bestellung zum Mitnehmen: 21:50 Uhr.
Wechseln die Zutaten mit der Jahreszeit?
Ja. Wir verwenden den jeweils besten Fisch der Saison, und in den gesetzlichen Schonzeiten fallen bestimmte Arten komplett weg. Betrachten Sie die Fotos auf der Karte als Beispiele – wann immer Sie kommen, füllen wir die Schüssel mit dem Besten des Tages.
Nach dem Essen
Steigen Sie hinauf zur Aussichtsterrasse „Sky Stairs“ im obersten Stock unseres Hauses. Das Meer von Sokcho und das Riesenrad Sokcho Eye passen dort in ein einziges Bild – für unsere Gäste kostenlos.
Der Strand von Sokcho liegt direkt hinter dem Haus, perfekt für einen Spaziergang – oder im Sommer für einen Sprung ins Wasser.
Sie möchten wissen, wie das Gericht entstanden ist? Dann lesen Sie die Geschichte des Mulhoe. Wer die Geschichte kennt, schmeckt sie mit.
Guten Appetit!
Direkt am Strand von Sokcho · 3 Gehminuten vom Express-Busterminal · großer kostenloser Parkplatz
Auch lesenswert
